Das Billigfleisch der Discounter

18. Januar 2015

Neuen Untersuchungen der Umweltorganisation BUND zufolge ist ein Großteil der Fleisch- und Wurstwaren deutscher Discounter und Supermärkte mit antibiotikaresistenten Keimen belastet. In 50 von 57 untersuchten Proben fand man besonders resistente Bakterien. In neun von zehn Proben fand man zudem MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) und ESBL-bildende Keime, die bestimmte Antibiotika zerstören bzw. unwirksam machen.

(Quelle: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/landwirtschaft/150112_bund_landwirtschaft_antibiotikaresistente_keime_zusammenfassung.pdf) 

 

Grund für diese alarmierenden Ergebnisse seien vor allem der Antibiotika-Missbrauch in der Putenmast sowie der Wunsch der der Verbraucher nach billigem Fleisch. Um die Preise für tierische Produkte wie Milch, Eier und Fleisch niedrig zu halten, werden in den meisten Fällen zu viele Tiere auf zu engem Raum gehalten, was zu Verletzungen der Tiere führt, die dann entsprechend mit Antibiotika behandelt werden müssen.

Nicht nur die Tiere, sondern auch Umwelt und Mensch leiden unter diesem perfiden Kreislauf. Der hohe Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung führt dazu, dass Menschen resistent gegen das Mittel werden und Infektionen schwerer behandelt werden können. Krankheiten sind die Folge. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät deshalb, sich die Hände sowie alle Küchenutensilien nach dem Berühren des Fleisches gut mit warmen Wasser zu waschen sowie zu trocknen und die Speisen stets durchzugaren.

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"Das Billigfleisch der Discounter" wurde geschrieben von Stephi.

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