Welche Hersteller verbergen sich hinter No-Name-Produkten?

14. Dezember 2012

In jedem Discounter und Supermarkt findet man Artikel von scheinbar unbekannten Herstellern und Marken, die sogenannten No-Name-Produkte. Oftmals stehen hinter diesen namenlosen Produkten aber Hersteller, die gar nicht so unbekannt sind. Wir haben für Sie einmal ausgewählte Marken unter die Lupe genommen und analysiert, wer sich eigentlich hinter Primana, Vitasia und Co. verbirgt.

Schauen wir uns zunächst einmal die verschiedenen Tiefkühlgerichte von Lidl an. Hier gibt es eine große Auswahl an Pfannengemüse, von Brechbohnen, über Brokkoli, bis hin zu Mischgemüse von Green Grocers. Auch beliebt ist das Nasi Goreng von Vitasia sowie der Alaska Seelachs in Senfsosse von Arktis. Nun raten Sie mal, wer sich hinter all diesen Tiefkühlprodukten versteckt! Es ist niemand Geringeres als Frosta.

Kommen wir zu Aldi. Beim umsatzstärksten aller deutschen Discounter gibt es allerhand Markenprodukte, die auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind. Ein Beispiel sind die verschiedenen Dosensuppen von Primana. Die Produktpalette reicht von Linsensuppe und Erbseneintopf bis hin zu exotischen Varianten wie die Thai-Suppe. Hergestellt wurden diese Suppen von Erasco. Anderes Beispiel ist der No-Name-Butter Toast & Dreikorn Toast für 55 Cent, der eigentlich aus dem Hause Lieken stammt, Hersteller des beliebten Golden Toast. Ein letztes erwähnenswertes Produkt sind die Scholetta Riesen Schokoküsse. Diese stammen aus dem Hause Storck und kosten im „Original“ ca. 2,19 Euro. Zum Vergleich: Eine 12er-Packung des gleichen Produkts, welches unter dem Namen Scholetta vertrieben wird, kostet 89 Cent.

Auch in dem Bereich Getränke gibt es einige interessante Erkenntnisse. So stammt der Kräuterschnaps Mümmelmann, welcher in den Regalen von Aldi Nord zu finden ist, aus der Fabrik des Unternehmens Underberg, wo auch der Magenbitter mit dem braunen Papier hergestellt wird. Andere Paradebeispiele sind bei Penny zu finden. Der Eierlikör Van Veen ist im Vergleich zum Markenprodukt von Verpoorten gleich 4 Euro billiger, stammt aber von ein und demselben Hersteller. Ähnlich ist es bei dem Bier Adelskronen Premium Pils, welches in der PET-Flasche bei Penny erhältlich ist und in der namenhaften Oettinger Brauerei abgefüllt wird.

Weitere Beispiele sind die Reine Buttermilch von Gut&Günstig von Edeka, die von Müller hergestellt wird, die Kaffeesahne, die unter der Eigenmarke Tip bei Real verkauft wird und ein Bärenmarke-Produkt ist oder der Balkan-Käse in Salzlake der Hausmarke ja!, der eigentlich vom Markenhersteller Patros kommt.

Es ist festzuhalten, dass sich in jedem Discounter zahlreiche No-name-Produkte finden lassen, hinter denen sich namenhafte und bekannte Hersteller verbergen. Qualitative Unterschiede sind bei den entsprechenden Produkten oftmals kaum auszumachen. Die Discountermarken sind durchschnittlich nicht besser oder schlechter als die Markenprodukte, oft aber nur halb so teuer. Außerdem gibt es weder in Aussehen und Geschmack, noch anhand der Zutatenliste große Unterschiede. Die wirklich großen Unterschiede sind lediglich im Preissegment zu finden. Nicht selten kann man bei den No-Name-Produkten bis zu 50 % im Vergleich zu den Markenartikeln sparen, obwohl der Inhalt dem Original fast 1:1 entspricht.

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"Welche Hersteller verbergen sich hinter No-Name-Produkten?" wurde geschrieben von Stephi.

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