Die ewigen Nahrungsmittel

11. Oktober 2012

Jahr für Jahr werfen wir Deutschen Unmengen von Lebensmitteln, die zum Teil noch unversehrt sind, in die Tonne. Oft lassen wir uns durch das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum lenken, dabei ist dieses nur eine Angabe zur empfohlenen Aufbrauchfrist. Viele haben immer noch nicht begriffen, dass Mindesthaltbarkeitsdatum nicht gleich Verfallsdatum ist.

Dank EU-Richtlinien prangt auf jeder Verpackung, in denen Lebensmitteln oder kosmetische Produkte aufbewahrt werden, ein MHD. Verwendet man das Duschbad, Cremchen  oder Haarspray nach Ablauf eines solchen Datums, hat das in der Regel keine gesundheitsschädlichen Folgen. Der Duft oder die Wirkung des jeweiligen Produkts nimmt vielleicht ein wenig ab aber das wars auch schon.

Gleiches gilt auch für viele Lebensmittel. Die meisten Nahrungsmittel, gerade jene im trockenen Zustand, halten sich oft noch Monate über das empfohlene Verbrauchsdatum hinaus. Findet man im Kühlschrank oder der Vorratskammer also Produkte, die eigentlich schon abgelaufen sind, rennen Sie nicht gleich damit zum Mülleimer, es sei denn, sie sind bereits mit einer Kolonie von Schimmelpilzen oder Bakterien befallen. Sind Sie sich jedoch unsicher, machen Sie einfach den Riech- und Fühltest.

Ob man´s glauben mag oder nicht, es gibt sogar einige Lebensmittel, die komplett unverderblich sind und deren Mindesthaltbarkeitsdatum Sie wohlgetrost ignorieren können, denn dieses ist, wie gesagt, Pflicht in der EU und MUSS daher aufgedruckt werden, egal ob sinnvoll oder nicht. Kommen wir nun zu den Lebensmittel, welche, zumindest unter den empfohlenen Lagerbedingungen, ewig haltbar sind. Dazu gehören:

  1. Honig
  2. Salz
  3. Zucker
  4. Reis
  5. Getrocknete Hülsenfrüchte wie Linsen und Erbsen
  6. Nudeln aus Hartweizen
  7. Ahornsirup
  8. Essig
  9. Hochprozentiger Schnaps

All diese genannten Produkte haben zwar ein aufgedrucktes MHD, verfallen aber dennoch nicht. Vielleicht haben Sie bei Honig schon einmal beobachtet, dass er nach einiger Zeit anfängt zu kristallisieren. Dieser Prozess ist ganz natürlich und bedeutet nicht, dass das Produkt nun schlecht ist, denn wegen des hohen Zuckergehaltes können sich Bakterien dort nicht ansiedeln. Stellen Sie den Honig einfach in den noch warmen Backofen und schon wird er wieder flüssig und streichzart.

Gleiches gilt auch für Zucker oder Ahornsirup. Aufgrund eines bestimmten Moleküls ist Zucker für Bakterien und Pilze gänzlich uninteressant, sie könnten darin nicht überleben. Genau wie im Salz. Salzkristalle können so alt wie Steine werden.

Halten Sie trockene Lebensmittel wie Reis, Hülsenfrüchte und Pasta in einem luftdichten Behälter und schützen diesen vor Wärme sowie Flüssigkeiten, können Sie diese Produkte über Jahrzehnte lagern und später immer noch genießen.

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"Die ewigen Nahrungsmittel" wurde geschrieben von Stephi.

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