Fast Food vs. Slow Food

4. Februar 2013

Spätestens seit Supersize Me wissen wir: Fast Food ist schlecht! Zumindest wenn wir zu viel davon essen. Fast Food bezeichnet Lebensmittel, welche zum schnellen Verzehr gedacht sind. Die Nahrungszubereitung und Nahrungsaufnahme stehen dabei im Vordergrund und müssen, wie der Name bereits suggeriert, möglichst schnell vonstattengehen. Beliebte Beispiele von Fast Food sind Burger, Pommes, Sandwiches, Fish & Chips, Hotdogs, Döner, Chicken Wings, Currywurst und viele mehr. Das schnelle Essen besorgt man sich dann vornehmlich in großen Ketten, in denen nach Akkord bestellt und vorzugsweise am Drive-In-Schalter abgeholt wird. Und all das in bestenfalls weniger als fünf Minuten.

Fast-Food-Ketten stehen für gleichbleibende Qualität in jeder Filiale zu vergleichsweise günstigen Preisen. Als Ausgangsprodukt dienen meist Fertigprodukte oder Tiefkühlwaren, welche in Fritteusen, Mikrowellen oder Grills zubereitet werden und dann hübsch verpackt in Pappkartons oder Papiertüten auf dem Tablett landen und schnell verputzt werden. Hauptvertreter einer solchen Fast-Food-Kette ist McDonald´s. Mit einem Umsatz von 27 Milliarden US-Dollar (Stand 2011) gehört McDonald´s zur umsatzstärksten Fast-Food-Kette der Welt.

Umwelt- und ernährungstechnisch hat diese Art von Esskultur leider kaum Vorteile. Die fertigen Produkte legen zum Teil immens lange Transportwege zurück. Gepaart mit der Herstellung, Verwendung und Entsorgung von Einwegverpackungen wird extrem viel Energie verbraucht. Ein weiterer wichtiger Fakt ist der hohe Anteil an Fleisch, der benötigt wird, um derartige Mengen an Burgern, Hotdogs und Co. herzustellen. Es werden riesige Massen an Weidefläche, Wasser und Futtermittel benötigt um einen solchen Überfluss von Fleisch zu produzieren. Die Folgen für Umwelt und Mensch sind verheerend. Ebenso wie die gesundheitlichen Risiken, welche der Verzehr von Fast Food mit sich bringt.

Die meisten Fast-Food-Produkte weisen nicht nur einen hohen Fettanteil, sondern auch einen viel zu hohen Gehalt an Salz, Zucker und gehärteten Ölen auf. Die Zubereitungsart (z.B. Frittieren) und die riesigen Portionen geben dem Ganzen dann noch den letzten Kalorienboom. So schafft es ein Hotdog bereits auf über 400 Kalorien und ein Döner Kebab schlägt mit sage und schreibe 780 Kalorien zu Buche. Gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Diabetes, Leber- und Nierenprobleme sowie Lebensmittelallergien sind die Folge. Dabei ist gesunde Ernährung doch gar nicht so schwer…

Ein Italiener namens Carlo Petrini hat sich den ansteigenden Konsum und die Verbreitung von Fast Food in den 80er Jahren zum Anlass genommen und eine Art Gegenbewegung gestartet. Die Bewegung wurde als Slow Food bezeichnet. Die Schnecke im Logo stand fortan symbolisch für genussvolles, bewusstes und vor allem regionales Essen. Seit 1992 gibt es den Verein auch in Deutschland. Die Ziele von Slow Food sind klar definiert:

  1.     Der Genuss des Essens steht im Mittelpunkt
  2.     Qualität braucht Zeit
  3.     Ökologisch wertvolle und regionale Qualität ist Voraussetzung
  4.     Erhalt kulinarischer Kulturen
  5.     Verbraucherschutz im Lebensmittelbereich
  6.     Gegen Gentechnik und Massentierhaltung
  7.     Engagement im Umweltschutz

Die Slow-Food-Bewegung steht also im krassen Gegensatz zu Fast Food. Slow Food ist gesünder, ökologischer und zielt auf die Grundbedürfnisse des Menschen ab, nämlich das genussvolle Essen hochwertiger und gesunder Produkte ohne dabei Natur und Tier auszubeuten. Die Umsetzung ist im Prinzip mehr als einfach. Kaufen Sie regionale und ökologische Produkte. Nehmen Sie sich mehr Zeit für die Nahrungszubereitung und kaufen Fleisch am besten direkt vom Bauern oder in der Freiland-Fleischerei. Die Natur und ihre Geschmacksknospen werden es Ihnen mit Sicherheit danken!

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"Fast Food vs. Slow Food" wurde geschrieben von Stephi.

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