Markencheck: Aldi

14. November 2013

Das öffentlich rechtliche Fernsehen testet deutsche Discounter – beim Markencheck im WDR. Ausgestrahlt wurde die knapp 45-minütige Fernseh-Dokumentation vor bereits mehr als einem Jahr, doch aktuell sind die Ergebnisse, zu denen die Redakteure der Sendung gekommen sind allemal.

In diesem Jahr wurden bereits die Supermärkte Edeka und Rewe im ARD-Markencheck unter die Lupe genommen. Zuvor widmete sich das Fernsehteam Discounter Aldi – des Deutschen beliebtester Discounter überhaupt. Getestet wurden wie immer die Verführung in den Aldi-Filialen, der Preisvorteil gegenüber Markenprodukten, die Qualität sowie die Fairness in Bezug auf die Zuliefererländer und heimischen Mitarbeiter.

Aldis Grundidee ist klar: Ein überschaubares Angebot beschränkt auf knapp 1.000 Artikel, schnörkellos präsentiert und billig bis zum Gehtnichtmehr. Diese Masche zieht offenbar, denn mittlerweile zählt Aldi fast 10.000 Filialen weltweit. Neben dem Lebensmittel-Angebot bietet Aldi eine große Auswahl an Non-Food-Produkten. Vor allem im Textilbereich kann Aldi punkten. Der Discounter ist zum Beispiel führend, wenn es um den Verkauf von Feinstrumpfhosen geht. Auch die Technik-Produkte von Medion sind beliebt und fast jede Woche im Angebot. Da greift man gerne mal zu Artikeln, welche eigentlich nicht auf der Einkaufsliste standen. Die Verführung bei Aldi ist also „erstaunlich“.

Der Preisvorteil hingen wurde vom Markencheck als „überschätzt“ bewertet. Grund für dieses Testurteil ist die Tatsache, dass die Lebensmittel des täglichen Bedarfs, also Brot, Butter oder Milch, sowieso bei jedem Anbieter das Gleiche kosten. Aldi bestimmt die Preise, die Konkurrenz zieht nach, so wie wir es bereits beim Markencheck Edeka und Rewe gesehen haben. Auch die Eigenmarken liegen in ziemlich genau dem gleichen Preissegment wie die Produkte von Lidl, Edeka und Co. Einziger Preisvorteil ist beim überschaubaren Angebot an Markenartikeln vorhanden. Hier gibt es oft größere Packungen, sprich mehr Inhalt. Im Vergleich zu anderen Discountern und Supermärkten lässt sich hier der eine oder andere Euro sparen.

Zur Qualität bei Aldi lässt sich Folgendes festhalten. Zwar dominiert bei diesem Discounter die große Fülle an No-Name-Produkten, doch schaut man einmal genauer hin stellt man fest, dass sich bei den vermeintlichen „Namenlosen“ nicht selten bekannte Hersteller verbergen. Stiftung Warentest testete über drei Jahre Aldi-Produkte und wählte den Discounter zum Schnäppchenkönig für Aktionsware. Zumindest für die Non-Food-Artikel lässt sich gute Qualität zu günstigen Preisen feststellen. Der Markencheck hakt Aldis Qualität als „ordentlich“ ab.

Die Fairness ist bei Aldi, wie bei nahezu jedem Billiganbieter, leider nur „unzureichend“. Gründe dafür gibt es viele. Da wären zum einem die harten Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern. Gerade in der Textilproduktion in China sind bis zu 130 Überstunden und Billiglöhne keine Seltenheit. Hinzu kommen fehlende Betriebsräte bei Aldi Süd und scharfe Kontrollen der Mitarbeiter, insbesondere der Kassierer. Doch immerhin: Zumindest in Nordrhein Westfalen einigte man sich auf einen Tariflohn in Höhe von 13,50 Euro/Brutto.

Die komplette Doku können Sie sich direkt hier anschauen:

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"Markencheck: Aldi" wurde geschrieben von Stephi.

    Kommentare

  • Markencheck: Lidl schreibt,

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